13.05.2016
08.01.2016
Menschen können sooo drollig sein
Menschen sind eine wirklich merkwürdige Art. Völlig unspezialisiert auf irgendwas, meinen aber ALLES zu können. Manchmal, wenn ich meiner Menschin zuschaue, weiß ich nicht, ob ich sie einfach nur ganz putzig und süß finden soll oder grenzenloses Mitleid habe und ihr helfen will.
Heute war auch wieder so ein Moment.
Gestern hatte ich mein Stilzchen, ein schönes griffiges Wurfseil, im Feld abgelegt. Ich wollte es dann später wieder einsammeln. Wir sind dann aber einen anderen Weg zurück gelaufen, also kam ich gestern nicht mehr dazu, es mit nach Hause zu nehmen.
Na ja, das ist natürlich auch blöde, weil andere Hunde dann 'ne Menge Zeit haben, damit Unfug zu treiben oder es auch nur woanders abzulegen.
Heute geht meine Rundköpfin dann mit mir raus und kündigt schon an, dass wir mal nach dem Stilzchen Ausschau halten. Super Idee. Soweit. Und dann macht sie wieder so etwas, wo jeder mit ein bisschen Grips im Kopf sich fragt, was das wohl soll. Da geht sie über's Feld, aufrecht wie sie nunmal geht, die Nase damit viiiieeel zu bodenentfernt, und zu allem Überfluss hält sie sich dabei die Hand vor die Augen. Von all den unterentwickelten Sinnen, die dem Mensche so eigen, sind ihm die Augen aber die wichtigsten Hilfsmittel zum Suchen. Ich bin verwundert und halte mich hinter ihr, um zu beobachten, was sie vorhat oder wie sie so etwas finden will.
Mein Freu-lein behauptet zwar, sie hält ihre Hand gegen die Sonne, aber....mmh macht auch nicht mehr Sinn. Denn sehen tun Menschen eindeutig besser bei Licht. Und außerdem will sie doch mein Stilzchen finden. Wieso sollte sie dazu erst die Sonne verstecken?
So läuft sie also über das Feld, dreht sich hierhin und dorthin und stellt nach einer ganzen Weile fest: "Ich kann's nicht finden, mein Schöner".
>Ach nein, sowas!< schießt es mir durch die Hirnlappen. >Wer hätte das gedacht<. Ich lasse ihr noch ein bisschen Zeit. Immerhin scheint sie noch wahrzunehmen, dass ich schön bin. Die Lage ist vielleicht noch nicht ganz hoffnungslos. Und wie man weiß, ist es ja gut, wenn man dieser Art die Möglichkeit gibt, selbst auf die Lösung des Problems zu kommen. Das wird dann besser gelernt und memoriert.
Wieder einmal schwanke ich, weil sie wirklich zum liebhaben ist, wenn sie sich so ganz viel Mühe gibt - und dabei so doo....urcheinander ist.
Doch bevor sie all zu frustriert ist, greife ich doch ein. Ich senke meine Nase, laufe ein paar Meter und bringe ihr schließlich das Stilzchen. Sie jubelt und ist restlos begeistert von mir, lobt mich und findet mich supermegaspitzentoll. Ich sie auch, mein lustiges Menschlein.
Heute war auch wieder so ein Moment.
Gestern hatte ich mein Stilzchen, ein schönes griffiges Wurfseil, im Feld abgelegt. Ich wollte es dann später wieder einsammeln. Wir sind dann aber einen anderen Weg zurück gelaufen, also kam ich gestern nicht mehr dazu, es mit nach Hause zu nehmen.
Na ja, das ist natürlich auch blöde, weil andere Hunde dann 'ne Menge Zeit haben, damit Unfug zu treiben oder es auch nur woanders abzulegen.
Heute geht meine Rundköpfin dann mit mir raus und kündigt schon an, dass wir mal nach dem Stilzchen Ausschau halten. Super Idee. Soweit. Und dann macht sie wieder so etwas, wo jeder mit ein bisschen Grips im Kopf sich fragt, was das wohl soll. Da geht sie über's Feld, aufrecht wie sie nunmal geht, die Nase damit viiiieeel zu bodenentfernt, und zu allem Überfluss hält sie sich dabei die Hand vor die Augen. Von all den unterentwickelten Sinnen, die dem Mensche so eigen, sind ihm die Augen aber die wichtigsten Hilfsmittel zum Suchen. Ich bin verwundert und halte mich hinter ihr, um zu beobachten, was sie vorhat oder wie sie so etwas finden will.
Mein Freu-lein behauptet zwar, sie hält ihre Hand gegen die Sonne, aber....mmh macht auch nicht mehr Sinn. Denn sehen tun Menschen eindeutig besser bei Licht. Und außerdem will sie doch mein Stilzchen finden. Wieso sollte sie dazu erst die Sonne verstecken?
So läuft sie also über das Feld, dreht sich hierhin und dorthin und stellt nach einer ganzen Weile fest: "Ich kann's nicht finden, mein Schöner".
>Ach nein, sowas!< schießt es mir durch die Hirnlappen. >Wer hätte das gedacht<. Ich lasse ihr noch ein bisschen Zeit. Immerhin scheint sie noch wahrzunehmen, dass ich schön bin. Die Lage ist vielleicht noch nicht ganz hoffnungslos. Und wie man weiß, ist es ja gut, wenn man dieser Art die Möglichkeit gibt, selbst auf die Lösung des Problems zu kommen. Das wird dann besser gelernt und memoriert.
Wieder einmal schwanke ich, weil sie wirklich zum liebhaben ist, wenn sie sich so ganz viel Mühe gibt - und dabei so doo....urcheinander ist.
Doch bevor sie all zu frustriert ist, greife ich doch ein. Ich senke meine Nase, laufe ein paar Meter und bringe ihr schließlich das Stilzchen. Sie jubelt und ist restlos begeistert von mir, lobt mich und findet mich supermegaspitzentoll. Ich sie auch, mein lustiges Menschlein.
28.12.2015
Stille Nacht....
Heute
ist Heiligabend.
Es
wird langsam dunkel, als wir uns auf den Weg machen. Wir
laufen einfach los und wollen sehen, wohin es uns treibt.
Ganz
still ist es und als wir durch die Felder laufen, ist es beinahe so,
als gäbe es nur uns auf dieser Welt. Und so ist es auch für eine
Weile. Ich sehe mich nochmal um. Schaue auf das kleine Dorf, in dem
wir nun leben und fühle mich für diesen Moment wie in einer Welt
von Tim Burton.
...der orangerote Himmel, die untergehende Sonne entflammt die tiefhängenden Wolken über den wenigen Häusern, windschiefen Scheunen und alten, knorrigen und verdrehten Bäumen, die sich in tiefem Schwarz erheben. Sie wirken, als seien sie eigentlich gar nicht da. Mehr wie ein Scherenschnitt. Und dahinter liegt das unendliche Schwarz der Zeit.
Rumpel entdeckt einen Ozean. Ein großes Loch im Feld, verdeckt von der Winterbegrünung und voll Wasser. Etwas finster dreinschauend steht er in seinem Ozean und schaut in den Himmel - Krähen. Auch sie werden zu Schatten, die Sonne verschwindet immer weiter unter dem Horizont.
Wir
gehen weiter. Vorbei an den wilden Apfelbäumen und durch schweres,
nasses Gras. Rumpel galoppiert im letzten Licht über ein Feld, einem
Schattenvogel hinterher. Bald aber dreht er ab und kommt mit
dampfendem Atem wieder zu mir. Wir bleiben einen Moment stehen und
sehen zu, wie die Sonne nun endgültig verschwindet.
Nur
wenige Wolkenfetzen hängen am Himmel. Es ist kalt, aber auch klar
genug, um Millionen Sterne dort oben zu sehen. Unglaublich, dass all
diese kleinen Lichtpunkte Totenfackeln sind. Ich habe mal gelesen,
dass Sterne nur leuchten, wenn sie bereits explodiert sind (oder was
immer sie tun).
Der
große Wagen, das einzige Sternbild, das ich mit Namen kenne,
begleitet wie jeden Abend unseren Weg. Der Mond ist fast voll und
taucht die Welt in ein Zwielicht.
Wir
kommen wieder am Dorf an und streifen durch die Gassen. Schauen in
die erleuchteten Fenster. Überall ist Weihnachten. Es wirkt
gemütlich und friedlich. Hier und da sehe ich Menschen in den
Stuben, fast überall glitzernde Bäume. Sie tun mir immer leid, weil
sie nur wenig Zeit geliebt werden. In ein paar Tagen oder Wochen
werden sie einfach weggeworfen. Heute Abend sind sie der Mittelpunkt,
aber sie sterben bereits. Fast wie die Sterne. Sie leuchten noch
einmal auf, aber ihrer Wurzeln beraubt, sind sie bereits tot.
Rumpel
und ich gehen heim. Dort erwartet uns kein Baum. Wir waren ja auch
gerade bei den Bäumen. Heute sind sie alle unsere Weihnachtsbäume.
Und bald sind sie wieder Apfelbäume, Tannen, Eichen,
Schattenspender, Wegbegleiter. Und in der Dämmerung auch Scherenschnitte in die Unendlichkeit.
09.12.2015
Pssst....Rumpel schläft
03.11.2015
Happy Rumpel
Heute hat das Rumpel-Tier Geburtstag.
Okay, er weiß das nicht und kann damit auch nicht viel anfangen. Das
ganze „juchhu du hast Geburtstag. Ich schenk dir was und wir
feiern“.... naja, menschlich eben. Aber warum nicht? Denn mit einem
schönen Tag kann auch der Hund was anfangen. Und wenn sein Affe sich
freut, schadet das ja auch keinem. Also, schenkt euren Viechern ruhig
etwas, auch wenn's mehr der eigenen Freude dient.
Rumpel und ich, wir stapfen jetzt seit
3,5 Jahren gemeinsam durch die Welt und durch's Leben. Wir haben
einander schon viel gelehrt und davon möchte ich euch heute ein
bisschen erzählen.
Anfangs waren wir ja noch zu dritt –
zwei Menschen, ein Hund – inzwischen hat sich das Rudel verkleinert
und ist nur noch auf sechs Beinen unterwegs.
Ich will hier und jetzt nicht zu sehr
ausschweifen, deswegen gebe ich euch nur die allerwichtigste
Erkenntnis mit.
Für die meisten Menschen zählt ein
„gut erzogener“ Hund 'ne Menge. Das ist ja grundsätzlich auch
nicht verkehrt. Aber es gibt einen kleinen, aber sehr wesentlichen
Unterschied. Pfeift auf ERziehung und macht euer Herz und eure
Gedanken frei für BEziehung. Denn unter'm Strich kommt dasselbe
dabei heraus, nur der Weg, die Stabilität und die Qualität ist
100mal mehr wert.
Man kann erzieherisch jede Menge
Kommandos einüben, aber stimmt etwas in der Beziehung nicht, bleiben
es eben Kommandos. Es fehlt das Verständnis, das Vertrauen eures
Hundes, dass ihr als Rudel-Chef die richtigen Entscheidungen trefft.
Der Hund wird euch stets in Frage stellen und vielleicht auch lieber
seine eigenen Entscheidungen treffen.
Das klingt gar nicht so schwer, ist es
aber. Denn irgendwo in uns Menschen bleibt dieses hartnäckige „Ich
muss meinen Hund erziehen, muss ihm sagen, was er tun soll“ Stimmt
auch irgendwie, verfehlt aber den Kern um Längen.
In einer guten Beziehung müsst ihr
eurem Hund nicht sagen, was er tun soll – er orientiert sich an
euch, weil er spürt, dass ihr wisst, was gut ist, was richtig, was
gefährlich ist.
Und diese Erkenntnis muss in eurem Herz
ankommen. Wenn sie nur den Kopf erreicht, bleibt da doch immer noch
die kleine – fatale – Erziehungsstimme.
Ich werde bei Gelegenheit mal mehr dazu
schreiben, aber heute muss ich noch ein bisschen mein Köterchen
feiern ;-)
In dem Sinne, Happy Rumpel
02.11.2015
goldener Herbst
11.10.2015
Jäger und Sammler
Herbst ist toll. Da gibt es so viel zu jagen und sammeln, dass wir das gar nicht alles tragen können.




Mein Freu-lein ist die große Sammlerin
und dann macht sie daraus irgendwas...
Ich darf (leider) immer nur das jagen, was sie für mich wirft. Und sie hat noch nie, nie, nie einen Hasen oder ein Reh geworfen.
Wirklich sehr schade, aber ich jage auch Kartoffeln oder Äpfeln hinterher und bringe sie ihr dann zurück...
Wirklich sehr schade, aber ich jage auch Kartoffeln oder Äpfeln hinterher und bringe sie ihr dann zurück...
was so geschah...
Hallo zusammen, wir haben euch jetzt eine Weile nicht informiert. Deswegen jetzt eine kurze Zusammenfassung der vergangenen Ereignisse....

Dafür nehmen die Jungs jetzt den Flur auseinander und machen aus unglaublich schiefen Wänden etwas Gerades. Und ein Großteil der fürchertlichen Holzverkleidung verschwindet.
![]() |
| der Boden ist fertig... |
![]() |
| ...und wir fangen an, einzurichten. |

Dafür nehmen die Jungs jetzt den Flur auseinander und machen aus unglaublich schiefen Wänden etwas Gerades. Und ein Großteil der fürchertlichen Holzverkleidung verschwindet.
Außerdem wird der Schuppen winterfest gemacht, unser Garten hat eine große Ladung Grassamen bekommen und es beginnt zu sprießen und wir haben inzwischen Heizung, wenn auch noch nicht überall. Wir leben nach wie vor auf einer Baustelle, es ist chaotisch und staubig und manchmal geht uns das alles gewaltig auf die Nerven.
Dann machen wir uns auf und laufen, laufen, laufen...
...der Sonne entgegen.
10.10.2015
Welthundetag
Leute
es ist Welthundetag!
Wir
waren heute früh schon laufen.
Über die Felder, durch Nebel,
der
aufgehenden Sonne entgegen.
Mein Gott, klingt das kitschig...
Aber
das macht es ja nicht weniger schön.
Jetzt
genießen wir noch ein bisschen
die Ruhe vor dem Sturm.
Wie jeden Tag
kommen auch heute wieder die Baumänner.
Sonntags haben wir frei, da
kommt keiner.
Rumpel hat sie sich inzwischen sehr gut erzogen.
Kommt
kaum noch einer, der nichts für ihn dabei hat –
Kekse,
getrockneten Pansen und jede Menge Gestreichel.
Und
weil heute Welthundetag ist, hat endlich das Frieren ein Ende.
Wenn
alles gut läuft – und das hoffen wir jetzt mal ganz stark –
dann
haben wir heute Abend endlich, endlich die Möglichkeit zu heizen.
Also,
macht euch einen schönen Tag und seid nett zu allen Hunden, die euch
begegnen.
Noch
bibbernde, bald kuschelige Grüße vom Kleinrudel „Knüssel und
Chaos“
26.09.2015
Panzerelfe
Uiuiui,
ich muss euch schnell berichten, was heute passiert ist. Mein
Freu-lein und ich waren unterwegs, schöne Runde, ich ganz braver
Hund, sie 'ne prima (Beg-)Leiterin.
Und wie wir so fröhlich vereint
am Feld entlang laufen, sehen wir, dass ein anderes
Hund-Mensch-Gespann uns entgegen kommt. Meine Rundköpfin ist sich
nicht ganz sicher, ob die kleine Rottweilerdame angeleint ist und
will deswegen erstmal ein Stück ausweichen, um zu sehen, was Sache
ist. Ich folge ihr. Wer brav ist, darf nämlich auch toben, wenn sich
eine Gelegenheit bietet.
Und so ist es dann auch. Als sie erkennt,
dass keine Leinen im Spiel sind, darf ich mal Hallo sagen – was ich
umgehend und rasant tue.
Oh, ich kann euch sagen, das war ein Weib!
Herrlich. Noch jung, aber schon sehr robust und ganz scharf auf mich
– wer will ihr das verdenken.
Ihr Zw'einer grüßt meine Menschin
kurz und geht stramm weiter. Seine entzückende Panzerelfe aber ist
so hin und weg von mir, dass sie ihren Menschen wohl vergessen hat.
Er ruft und pfeift immer und immer wieder, sie stellt sich taub und
pflügt mit mir durch die Felder. Wir springen gegeneinander,
übereinander und bollern über die Wiesen, Felder und Wege.
Ich
folge meinem Freu-lein in die eine Richtung um's Feld, die Panzerelfe
folgt mir, ihr Mensch läuft einsam in die entgegengesetzte Richtung
um dasselbe Feld. Schon keimt eine leise Hoffnung in mir – ob ich
die kleine Rottweilerin wohl behalten darf?
Mit nach Hause nehmen
darf ich sie schließlich nicht, aber das ganze große Feld lang ist
sie an meiner Seite und wir haben riesig Spaß. Als wir dann wieder
auf ihren Zw'einer treffen ist der nicht so begeistert, leint sie
sofort an und geht mit einem knappen Gruß davon.
Ach kleine Panzerelfe, ob wir uns wohl jemals wiedersehen?
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